Die Resistenz gegen diese Antibiotika wird durch Dimethylierung in der 23S r20-RNA des Nukleotids A2058 am ribosomalen Übergang induziert. Ex- und intrinsische Einflussfaktoren können den abrupten Übergang der Haarfollikel vom Anagen ins Katagen und Telogen fördern so nach zwei bis vier Monaten einen erfahrbar verstärkten Haarausfall auslösen. Wichtig ist bei plötzlich auftretendem Haarausfall also die Identifizierung von Ereignissen, zwei bis Zeitabstand zuvor einen vermehrten Übergang aus der Anagen- in die Telogenphase induziert haben könnten. So ist per exemplum Haarausfall zwei bis Zeitabstand nach einer intravenösen Therapie mit Heparin zur Thromboseprophylaxe keine Seltenheit. Als Wirkmechanismus der Minoxidillösung wird außerdem eine Verbesserung der Mikrozirkulation inwendig der dermalen Papille z. B. durch lokale Erhöhung des vascular endothelial growth factor (VEGF) und der Prostaglandinsynthese (25, 26) vermutet. Ärzte und Apotheker empfehlen die Anwendung des Schaums, der besser verträglich ist. Aufgrund positiver immunmodulatorischer Eigenschaften und des günstigen Nebenwirkungsprofils kann als Initialtherapie Zink ganz schön naiv Monate hindurch hinweg gegeben werden (Beispiel: Zink Verla® 2 x 20 mg/Tag oder Unizink® 2 x 50 mg/Tag) und selektiv mit einem Wiederwachsen der Haare anklingen.

Bedenkenlos können täglich auch über etwa Zeit Kortikosteroid-Cremes oder -Lösungen (Beispiel: Celestan V®, Betnesol V®, Diprosone®) aufgebracht werden, da es am Kapillitium nicht oder zumindest sehr spät zu Kortikosteroid-Nebenwirkungen kommt. Und wenn Sie auf diesem Weg den Pornokram wieder aktivieren, es nichts da schlimm, Sie können Zeitabstand wieder neu beginnen – denn wiederholte Male. Die Ursache gibt’s nicht 100 prozentig geklärt, vermutlich handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Haarwurzeln wegen einer latenten Entzündung zu lange in der Ruhephase bleiben. Die Wirksamkeit von Finasterid bei der androgenetischen Alopezie des Mannes wurde in einer zunächst zweijährigen Multicenter-Studie an 1553 Männern zwischen 18 und 41 Jahren (21) belegt. Hierbei treten fünf bis zehn Haarschäfte aus einer gemeinsamen Öffnung aus, die eine ideale Eintrittspforte für Staphylokokken ist par exemple zum weiteren Fortschreiten der Entzündung führen kann. Es entstehen zunächst Geheimratsecken, eine Stirnglatze und später fallen auch die Haare am Hinterkopf aus. Es wird mittels zweier Isoenzyme, den 5α-Reduktasen Typ I und II, aus Testosteron metabolisiert (20). Dass der primäre Realisationsfaktor der androgenetischen Alopezie also nicht Testosteron, sondern DHT ist, hat die Möglichkeit einer Therapie mit DHT-senkenden Enzym-Blockern wie Finasterid eröffnet. Auch muss kritisch konstatiert werden, dass zwar das Wirkprinzip der Antiandrogene einleuchtet, der Wirknachweis mit modernen Methoden der Trichologie bspw. Haarzählungen und standardisierte Fotografie bisher bis jetzt nicht erbracht worden ist. Differenzialdiagnostisch sollte gerade bei Kindern an eine Pilzinfektion gedacht werden, dieses vor allem wenn sich eine feine, kleieartige Schuppung auf dem Bezirk der abgebrochenen Haarstummel zeigt. Die Störung tritt a fortiori bei Mädchen auf (6). Die Anamnese ist im Grundsatz nicht zielführend, da das Ausziehen der Haare meist geleugnet wird oder manchmal wie auch immer nicht bewußt ist. Medizinisch nachgewiesen helfen allerdings vor allem Medikamente, die hormonell wirksam sind und den Testosteron-Haushalt beeinflussen.

Zu den Ursachen für diffusen Haarausfall gehören: Zink-, Biotin- oder Eisenmangel, Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, Hungerkuren, Infektionen, Krebs, Lebererkrankung, Diabetes, bestimmte Medikamente (kommen zu überaus 500 Medikamente, die das Haarwachstum stören können). Die Medikamente, die ursprünglich zur Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung entwickelt wurden, sollen den Haarausfall bei 90 % der Männer stoppen. Von einer Dauerwelle würde er allerdings abraten. Die Mehrheit Störungen führen zum frühzeitigen Ende des Anagens mit synchronem Übertritt vieler Haare in das Katagen und das Telogen. Deren Dauer des Anagens ist die maximale Haarlänge abhängig. Das Telogen ist ein zwei- bis viermonatiges Ruhestadium des Haarfollikels, das dem Ausfall des Haares vorausgeht. Wichtig ist, dass in den ersten Monaten bis zum Wachstum von Haaren ein einsamer Kopfhälfte behandelt wird, damit ein spezifischer Therapieeffekt von einer Spontanremission unterschieden werden kann. Histologisch fällt eine dichte Infiltration von lymphohistiozytären Zellen am unteren Pol des Haarfollikels auf. Typisch für die erbliche Form des Haar­ausfalls!

Die manchmal frappierend scharfe Begrenzung verführt oft zur Fehldiagnose einer Alopecia areata, bei der sich allerdings immer ein glatter Haarboden findet. Da an der behaarten Kopfhaut die Gefahr einer Hautatrophie durch Kortikoide kaum besteht, können starke Präparate der Wirkstärke III bis IV bspw. mit Betamethason oder Diflorason über einige Wochen hinweg im Spiel sein. In der Behandlung der weiblichen androgenetischen Alopezie kommen verschiedene Therapeutika zur Anwendung. Genau abzuwägen ist die Anwendung von Minoxidil bei Frauen dunklen Typs, da es bei ihnen gefühlt 10 bis 20 Prozent der Fälle zu verstärkter Hypertrichose auf der Stirn und im Gesicht kommen kann. Lassen sich so schmerzlos mehrere Haare an verschiedenen Stellen ausziehen, liegt wahrscheinlich ein verstärkter Haarausfall vor. Eine Mutter fuhlt den Biologischen Konflikt ihres Kindes, auch ohne alle „Me- thoden“, jede Tiermutter ubrigens auch. Diese Mutter finden instinktiv die Ursache, sie finden das richtige Mittel, den richtigen Zeitpunkt, die richtigen trostenden oder ermahnenden Worte, sie machen normalerweise biologisch alles richtig – so einfach ist das! Der intellektuelle Dummkopf, der das „mit Methode“ machen will, macht alles verkehrt. Auch diese Haare fallen in den folgenden zwei Monaten aus. Nach zwei Jahren hatten 66 Prozent der mit Finasterid behandelten Männer wieder dichteres Haar, in der Plazebogruppe waren es nur sieben Prozent. Die Form ist auf relativ starke Noxen zurück zu führen, die innerhalb von ein bis zwei Wochen die Haarmatrixzellen so geschädigt haben, dass im besten Falle noch ein schmächtiger Haarschaft gebildet wird.