Typisch für eine Angsterkrankung ist das Vermeidungsverhalten: Aus Angst vor erneuten Symptomen beginnen die Betroffenen, bestimmte Situationen oder Objekte zu meiden. Menschen mit generalisierter Angststörung können sich nur kurzfristig von dieser Angst ablenken oder distanzieren. Viele Betroffene empfinden Todesangst. Wovor sie genau Angst haben, können Betroffene jedoch oft nicht sagen. Außerdem berichten wir ob Potenzmittel (PDE-5-Hemmer) auch im Falle von Antidepressiva helfen können. Häufig haben die Betroffenen Angst vor der nächsten Attacke (Erwartungsangst) und ziehen sich dadurch von Mal zu Mal zurück. Neue bedrohliche Erfahrungen werden so gedeutet, dass sie in das Katastrophenkonzept der Betroffenen passen und die Schreckensphantasien weiter aufplustern. Wer sich jedoch viel bewegt, aber danach noch etwas isst, der muss auch damit rechnen, dicker zu werden. Hinzu kam ein Effekt, den Kritiker der Alkoholprohibition in den USA im letzten Jahrhundert in folgender Übertreibung zusammenfassten: „Wenn man will, dass die Leute sich die Zähne putzen, muss man nur das Zähneputzen verbieten“. Die Maßnahme kommt insofern überraschend, als die regierenden Tories solch eine Steuer vor den letzten Wahlen entschieden ablehnten, weshalb selbst die sonst eher zurückhaltende BBC von einem „Blitz mit einem Schlag“ spricht.

In Österreich geschah das in der letzten Zeit vier Jahren auch ohne eine neue Steuer. Es war halt nicht eine Überraschung: Die letzte zeit Wochen und Monaten hatte alles darauf hingedeutet, dass sich der Favorit des republikanischen Establishments und der Wahlkampfgeldgeber sehr intensiv und professionell betreut auf die Kandidatur vorbereitet – bis hin zur massiven Gewichtsabnahme und zu Reisen nach Deutschland, Polen und ins Baltikum, die wie Außenpolitikerfahrungs-Pflichttermine gestaltet waren. Es kommt zu der allergischen Reaktion, die unterschiedlich intensiv sein kann: Sie reicht von Niesattacken und tränenden Augen über Hautausschlag, Magen- und Darmbeschwerden bis hin zum lebensbedrohlichen Kreislaufzusammenbruch, dem anaphylaktischen Schock. Dass auch der Anteil süßstoffhaltiger Getränke von 18,5 auf 13 Prozent zurückging, deutet auf eine geänderte Nachfrage als Ursache hin. In den folgenden Jahren zeigte sich, dass die Nachfrage in den Schulkantinen nach der Speiseplanumstellung drastisch zurückging, während die Kioske, Imbisse und Eckgeschäfte anliegend deutlich höhere Umsätze mit Süßigkeiten, Snacks und Softdrinks machten (vgl. Der Kreuzzug des Starkochs). Beide Personen hatten Autoinjektoren für Adrenalin zur akuten Behandlung von anaphylaktischen Schocks bei sich, was darauf hinweist, dass bei ihnen schon früher schwere allergische Reaktionen vorgekommen waren.

Die therapeutischen Psychologie bemüht sich, sich zu professionalisieren, um ihren Platz in den Versorgungssystemen auszubauen. Die Studie des BDP ist darüber hinaus wissenschaftlich fundierte Öffentlichkeitsarbeit, eine der die Psychologen ihren Einfluss sichern und vergrößern wollen. Dieses Datendefizits nahmen sich Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Universitätsklinikums Heidelberg an und führten ihre HELENA-Studie durch, die bislang größte Untersuchung (RCT, randomisiert kontrollierte Studie) zum Intervallfasten – dazu und zur neuen „IF-Hype-Studie“, die sich bei näherer Datenanalyse als laues Lüftchen entpuppt, erfahren Sie mehr in Teil 2 dieses Beitrags. Dafür, Dicke nicht wegen ihrer Ernährungsvorlieben zu bestrafen, spricht auch eine im Februar in der Fachzeitschrift Cell veröffentlichte Studie aus dem Freiburger Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik, die zeigt, dass die Entscheidung, ob der Körper Kohlehydrate verbrennt oder speichert, auch davon abhängt, ob Gen-Schalter umgelegt wurden oder nicht, was vermutlich bereits im Embryonalstadium geschieht und irreversibel ist (vgl. Umgelegter Gen-Schalter macht dick). Viele Menschen haben Höhenangst (Akrophobie) – und trauen sich sagen wir mal nicht, über eine Brücke zu gehen. Das heißt wohlgemerkt nicht, dass diese Schmerzen eingebildet wären.

Ebenfalls sehr beliebt waren Drogen, diese wurden vielfach eingesetzt, um den Dreh männliche Lust wieder neue zu entfachen. Aus Großbritannien fehlen vergleichbare Erhebungen. Osborne begründete sie in Westminster nicht mit einem gestiegenen Finanzbedarf, sondern mit Übergewicht bei Kindern und dem Willen „Großbritannien fit realisierbar“. Andere, wie beispielsweise Werner Bartens, sehen eine angemessenere und einfachere Lösung des Problems darin, das, was jetzt als Übergewicht gilt, zum neuen Normalgewicht zu erklären. Bewegung spielt nach Ansicht des Londoner Kardiologen Aseem Malhotra und seiner Mitautoren zwar eine wichtige rolle bei der Vermeidung von Herz-Kreislauf-Krankheiten, aber nur einer „minimale“ beim Abbau von Übergewicht. Und dass er dazu geeignet sei, das habe die Entwicklung Floridas während seiner Gouverneurszeit gezeigt.